Gestern bin ich beim heimischen Abendsportfest über die 400 Meter angetreten. Eine Topzeit kam nicht dabei rum, aber immerhin reichten die 49,61 Sekunden wieder zu Sieg. Ich hab die letzten Tage recht viel trainiert im Hinblick auf die Süddeutschen am 21.08. so dass vor allem hinten raus doch noch etwas Pfeffer fehlte. Somit wird es dieses Jahr wohl keine schnelle 400 Meter-Zeit von mir geben. Das ist eigentlich schade, aber nicht weiter weltbewegend. Eher unzufrieden stellend ist, dass über die 800 Meter bislang nichts zählbares (ADH, Hessische, DM) rausgesprungen ist. Und das soll sich bei den Süddeutschen doch bitte noch ändern.
andreasgriess.de
200 Meter zu weit
Gestern standen 1000 Meter auf dem Programm. Eine seltsame Distanz, hat irgendwie mehr von Schüler-Zeiten und Schulsport. Und es fühlt sich auch irgendwie ganz anders an, als die 800 Meter. Aber genug der Gefühle. Die Fakten: 1. in 2:31,74 Minuten. Gelaufen bin ich beim Jubiläums Sportfest der TSG Wehrheim. Eigentlich sollte es schneller werden. Gerne wäre ich eine Zeit möglichst weit unter 2:30 gelaufen, um damit in die deutsche Bestenliste einzuziehen. Aber nachdem es bereits über die ersten 400 Meter dafür zu langsam wurde, lief ich das Rennen kontrolliert von vorne weg. Das klappte auch soweit ganz gut.
400m beim Abendsportfest
Eben bin ich beim Abendsportfest hier in Pfungstadt die 400 Meter gelaufen. Ich gewann in 49,27 Sekunden. Angesichts des Wettkampfprogramms der vergangenen Tage, der Uhrzeit (halb 9 Abends) und der Tatsache, dass ich nach 200 Meter schon alleine vorne im Feld war, kann ich mit der Zeit gut leben. Nun heißt es Vorbereitung auf den neu justierten Saisonhöhepunkt – die Süddeutschen. Sicher werde ich vorher noch Wettkämpfe machen. Wo und wann entscheiden wir die nächsten Tage.
Saisonbestzeit in Mannheim
Wie schon am Mittwoch hat es mit der DM-Norm nicht geklappt. Dies bedeutet: Dieses Jahr keine Deutschen für mich. Dennoch kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken: In 1:52,12 Minuten habe ich heute in Mannheim erneut eine Saisonbestzeit aufgestellt. Die Zeit ist die zweitbeste meiner 800m-Karriere, nur als ich letztes Jahr die Norm lief, war ich schneller. Heute fehlten gerade einmal 32 Hundertstel. Alles in allem ein gutes Rennen. Mein Zeil war es zwar, diese Saison einen Schritt nach vorn zu machen im Vergleich zur vergangenen, aber zu Ende ist die Saison ja noch nicht. Es stehen noch einige Wettkämpfe an, inklusive der Süddeutschen. Vielleicht kann ich – wenn auch zu spät – die DM-Norm noch laufen. Eine Bilanz wird dann frühstens im September gezogen.
Schrödingers Katze lief 800m – in 1:52,81
Gestern lief ich in Trebur 800m beim Abendsportfest. Wie zu erwarten, war das Feld dort nicht so stark wie zuletzt in Darmstadt oder Regensburg. Dies gab mir die Möglichkeit ohne Taktieren einfach laufen zu können. Mein Traininsgkollege Oliver, der zuletzt am Wochenende mit 2 Hessenmeister-Titeln seine Klasse bewies, machte mir auf den ersten 500m Tempo und traf dabei genau die Vorgaben. Danach war ich auf mich gestellt und fühlte mich auch gut. Ich dachte, es klappt mit der deutschen Quali. Doch das war leider nicht der Fall. In 1:52,81 Minuten fehlt mir ziemlich genau eine Sekunde. Am Samstag laufe ich beim Vorprogramm in Mannheim und habe dort noch eine Chance, die Norm zu laufen, bevor Meldeschluss ist.
Trotzdem komme ich zunehmend zu einer positiveren Bewertung der Saison. Ein paar Mal hatte ich Pech. Gestern hat es nicht gereicht, aber die Zeit ist trotzdem die zweitbeste, die ich jemals lief. Natürlich habe ich das Ziel, die DM-Quali jedes Jahr zu laufen. Aber das Eichhörnchen ernährt sich bekanntlich geduldig. Oder eben die Katze. Was es mit der auf sich hat, könnt ihr ja mal googlen, falls ihr es noch nicht wisst. Damit sagen will ich nur – und das habe ich mir gestern, wo ich doch etwas nervös war – vor Augen geführt: Das ganze rumdenken, bringt nichts. Ob die Katze lebt oder nicht, weiß man erst, wenn man die Box öffnet, sprich läuft. Am Samstag sehen wir, wie es der nächsten Katze geht.
PS: Danke noch einmal an Oliver!
Bummeln mit Grummeln in Kassel
Ich fang mal so an: Ich weiß wie sich eine vollgefüllte Metro in China zur Rush-Hour anfühlt. Wie ich jetzt darauf komme? Ich wurde daran heute in Kassel erinnert. Nachdem im Vorfeld einige der am Start stehenden kund taten, Tempo machen zu wollen (nicht nur mir gegenüber), passierte mal wieder das Gegenteil. Die ersten 100m wurden flott angegangen, so dass es schwer war, nach vorne zu kommen. Kurz darauf leiteten die Führenden eine Vollbremsung ein, wie sie angesichts der nassen Bahn meinem Polo wohl die Motorhaube gekostet hätte. Im Straßenverkehr würde ich ja darauf beharren, dass man zur Gefahrenabwehr auch mal rechts vorbeigehen kann. Der Weg war mir heute aber auch versperrt. Das Szenario für die nächsten 200 Meter war also folgendes:

- 8 Läufer, die nichts für das Tempo tun wollen
- 1 Läufer (= ich), der sehr gerne deutlich schneller laufen wollte, aber vorne, hinten, und rechts eingeklemmt war.
An dieser Stelle verweise ich zur Verdeutlichung auf das Bild (Quelle: Flickr.com/Remko Tanis. Lizenz: CC BY-NC-SA 2.0).
Nach 400 Metern wurde meine Laune dann nicht besser. Der Führende entschied sich ruckartig, das Tempo anzuziehen. Der Zweitplatzierte, ihm zu folgen, und der Rest des Feldes, die beiden Sport treiben zu lassen und von hinten zuzusehen, inklusive mir als Aquarium-Gast.
Auf der Gegengerade konnte ich dann endlich ausbrechen (dafür ging es bis auf Bahn 3) und versuchte mich in einer irrwitzigen Verfolgungsjagd, die spätestens vom starken Wind auf der Zielgerade beendet wurde. Dort kamen dann auch meine dankbaren Freunde von Runde eins von hinten wieder heran und zum Teil vorbei. Als die Uhr für die Führenden oberhalb der DM-Norm stoppte und ich schon nicht mehr in den Top 3 war, ließ ich die letzten Meter austrudeln. Das hatte zur Folge, dass Vereinskollege Oliver aus dem anderen Lauf zeitlich noch vor mir platziert ist (was ich, hätte ich das gewusst, sicher nicht zugelassen hätte).
Joar und jetzt? Die Schuld nur auf die Anderen zu schieben ist natürlich zu billig. Es hätte, wenn auch mit etwas Mühe, zumindest die Möglichkeit gegeben, direkt zu Beginn nach vorne zu gehen. Hinterher ist man immer schlauer. Ein so eingeengtes Rennen jedenfalls habe ich bislang noch nicht einmal in der Halle erlebt.
Schneller langsam werden in Regensburg
Letzte Woche hab ich taktisch Fehler gemacht. Gestern bin ich schlichtweg gestorben. In Regensburg war ich leider nur im C-Lauf, welcher nur aus fünf Personen bestand (seltsame Laufeinteilung, wo A- und B-Lauf doch Massenveranstaltungen waren). Das hatte zwar den Vorteil, dass man sich nicht auf den Füßen stand, aber wirklich Lauffeeling kam nicht auf. Es gab glücklicher Weise einen Tempomacher, sonst wären wir vielleicht heute noch auf der ersten Runde.
Besagter Tempomacher sollte eine 54 anschlagen. Ich setzte mich hinter ihm und machte wohl etwas zu viel Druck. Auf jeden Fall gingen wir knapp unter 52 Sekunden bei 400 Meter durch. Ein paar Schritte später war ich auf mich gestellt. In der letzten Kurve kamen dann von hinten zwei der anderen Läufer, von denen ich vorher im ganzen Rennen nichts gemerkt habe. Bis dahin fühlte sich die zweite Runde an, wie ein harter Tempolauf im Training – allein. Auf der Gerade ging dann nicht mehr viel bei meinen Beinen. In 1:54,06 Minuten und damit unter meinen Ansprüchen kam ich ins Ziel und war danach ziemlich k.o. Wenigstens das, fühlte ich mich nach den letzten Läufen doch meist wieder so, als hätte ich nichts getan, was einen psychisch ja schon beschäftigt.
Erst recht spät waren wir wieder aus Regensburg zurück und die Nacht habe ich nicht besonders geschlafen, wohl auch, weil es in meiner Wohnung einfach nur affenheiß ist. Ich sag ja immer: Nach einbem anstrengenden Wettkampf fühlt man sich, wie nach einer langen Party mit viel Getränken. Es kann jetzt jeder selbst entscheiden, was besser ist. Zumindets habe ich jetzt keine Kopfschmerzen (mehr). Und kann mich an alles erinnern.
Und wegen Quali und so? Aus ist’s erst, wenn’s aus ist. Der Lauf gestern war zwar der erste, der wirklich von der Form her nicht gut war. Aber dafür für meinen Trainer und mich sehr Erkenntnis bringend. Nun gilt es, richtig zu (re)agieren. Die Saison ist schließlich noch lang… Drückt mir weiter die Daumen, ja?!
ADH: Nur ein Wort – “Argggggggghhhhh!”
Ich rege mich gerade ziemlich auf – und zwar über mich selbst. Heute bei den Deutschen Hochschul-Meisterschaften in Darmstadt lief es 400 Meter lang super und dann 400 Meter lang eher suboptimal. Das lag nicht an den Beinen, die mir eine gute Form signalisierten. Nein, ich habe das Rennen taktisch versemmelt.
Ich startete von Bahn 1 aus und konnte mich daher gut einordnen. Etwas überraschend wollte keiner nach ganz vorne, so dass diese Rolle auf mich fiel. Und das war durchaus angenehm, machte sogar Spaß. Denn kaum überraschend bekam das Rennen so genau das von mir angestrebte Tempo. Nach 200 Metern positionierte sich der Deutsche Meister Sören Ludolph neben mir und ich erwartete, dass er vorbei gehen würde. Das tat er aber nicht, auch am Ende der ersten Runde war ich noch vorne – bei angenehmer 54-Sekunden-Durchgangszeit.
Dann machte ich jedoch den entscheidenden Fehler: Statt weiter vorne zu laufen, ggf. sogar etwas anzuziehen, ließ ich mich ohne Not überholen. Dabei kamen dann natürlich direkt mehrere Läufer vorbei. Ich wurde eingekesselt und nach hinten verbannt, kam in 1:54,50min ins Ziel. Vorne wurde das Rennen entschieden: In einer 1:51,98min. Die kann ich auch laufen, vermutlich wäre sie sogar heute gegangen. Ein Platz unter den ersten drei wäre also allemal drin gewesen.
Nun denn, heute wird sich noch drüber geärgert. Ab morgen dann weiter trainiert und beim nächsten Rennen der Fehler dann – so der Plan – nicht wiederholt.
400m Trainingslauf beim Abendsportfest
Kurze Zwischenmeldung zwischen Pliezhausen und ADH: Am Mittwoch lief ich zusammen mit Trainingskollege Oliver beim Abendsportfest im eigenen Stadion (=Pfungstadt) über 400 Meter einen Trainingslauf. Mehr als 50,35s sprangen dabei nicht heraus, irgendwie habe ich das Ding verbummelt. Macht aber nichts, im Anschluss wurde noch eine erwachsene Trainingseinheit daraus, wie von vorne herein geplant. Am Sonntag geht es dann im Darmstädter Bürgerpark das erste Mal in dieser Saison über die 800 Meter.
Saisoneinstieg in Pliezhausen über die fast volle Distanz
Dreiviertel der Distanz und zu etwa Dreiviertel zufrieden: Heute startete ich in Pliezhausen offiziell in die Saison. Wer das Meeting kennt weiß, dort werden sehr seltsame Distanzen angeboten (Tipp an die Veranstalter: Unsere Kugelstoßerin würde durchaus auch gerne mal mit einer leichteren Kugel in die Saison starten). Für mich standen wie bereits im Vorjahr die 600 Meter auf dem Programm. Und da meine Mittelstrecken-Erfahrung gewachsen ist und meine Form aus dem Training vielversprechend wirkt, hoffte ich auf eine gute Platzierung in Pliezhausen. Immerhin war ich im Vorjahr Fünfter.
Dieses Mal landete ich zehn Plätze weiter hinten und war etwas über eine Sekunde langsamer. Da muss man erst mal schlucken und so richtig zufrieden war ich nach dem Lauf demnach auch nicht. Mit etwas Abstand betrachtet, stelle ich jedoch fest: Das sieht nur schlechter aus, als es in Wahrheit ist. Zum einen brauche ich immer ein paar Rennen, um in die Saison zu kommen und zum anderen weiß ich mittlerweile auch (wir erinnern uns, die gewachsene Mittelstrecken-Erfahrung
), dass je nach Rennverlauf schnell mal eine Sekunde liegen bleibt. Und der Rennverlauf heute – auf ekelhaft nasser Bahn – war brutal: Unter 50 Sekunden zeigte die Uhr bei 400m an (bei mir leicht drüber). Das sind Werte, die ich (noch) nicht gewohnt bin. Außerdem hatte ich nie „freie Bahn“, vor allem auf der Zielgerade, als ein(!) Läufer mich bis Bahn drei raustrieb.
Fazit: Kein Saisonauftakt, welcher der Konkurrenz das fürchten lehrt, aber auch keiner, der mich einschüchtert. Auf jeden Fall tat es gut, die große Leichtathletik-Familie mal wieder zu treffen. Wir sehen uns die nächsten Wochenenden ja wieder häufiger…









