Wintersaison

Published on: 15/01/2012
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An diesem Wochenende fanden die Hessischen Hallenmeisterschaften statt. Ich war nicht am Start. Aufgrund der früh beginnenden Freiluft-Saison haben wir uns bereits im Herbst dazu entschlossen, die Halle auszulassen. Wie ich an den Ergebnislisten verschiedener Landesmeisterschaften sehe, haben sich viele andere Athleten ebenfalls gegen eine Hallen-Saison entschieden.

Eingebettet ins Training absolviere ich aber den ein oder anderen Crosslauf. Heute ging es in Mörfelden über 10,5 Kilometer. Aber das nicht allein, sondern im Rahmen der Marathon-Staffel, die dort jedes Jahr ausgetragen wird. Bereits letztes Jahr war ich mit dabei. Dieses Jahr lief es richtig gut. Die Ausdauerleistungen passen. In 37,54 Minuten blieb ich nur knapp über einem 3:30er Schnitt pro Kilometer. Insgesamt kam unsere Staffel nach 2:34:14 Stunden ins Ziel – und gewann. Eine Flasche Spätburgunder war der Lohn…

Saisonfazit 2011 / Saisonausblick 2012

Published on: 04/12/2011
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Die Auseinandersetzungen im Bezug auf die DM-Reform haben dazu geführt, dass mein Saisonfazit 2011 sehr spät kommt. Ich musste mir erst einmal über die Zukunft klar werden, bevor ich richtig zurück schauen konnte.

2011 verlief nicht zufriedenstellend, daraus mache ich keinen Hehl. Der Umstieg auf die 800 Meter gelang 2010 gut und nun sollte es mit mehr Erfahrung weiter voran gehen. Stattdessen kam ein Rückschlag. Keine Quali für die Deutschen, keine Medaille bei den ADH, keine Titelverteidigung bei den Hessischen. Und doch war nicht alles schlecht.

Ich verzichtete auf eine Hallensaison, weil ich Ende 2010 im Praxissemester war (Hamburg und Berlin). Das war kein Verlust, dem Budenzauber konnte ich nie viel abgewinnen. Mit einer guten Form ging es ins Trainingslager. Doch auf den ersten Wettkämpfen in Mai und Juni fehlte es sowohl an Tempo als auch an Stehvermögen. Die Gründe dafür müssen analysiert werden, bzw. wurden das bereits. So gelang es meinem Trainer auch noch in der Saison entsprechend gegenzusteuern – mit guten Ergebnissen in Trebur und Mannheim. Dort verpasste ich die DM-Norm nur knapp. Ein weiteres Rennen- und vermutlich hätte es geklappt. Zu spät in Form gekommen sozusagen. Bei der DM hätte ich wieder eine gute Rolle spielen können und hätte mich keineswegs verstecken müssen.

Die darauf noch folgenden Süddeutschen waren okay, aber es gab bessere Rennen. Die Hessischen zuvor waren ein Fall für sich. Dieses Rennen möchte ich nachwievor ausklammern, was jedwede Leistungsanalyse angeht.

Nicht zufrieden bin ich mit meiner 400 Meter Leistung in 2011. Im Vorjahr war ich dort noch deutlich schneller. Auch hier werden wir noch einmal drauf schauen.

2012 soll alles besser werden. Was bedeutet dies konkret? Zunächst wieder keine Hallensaison. Der Grund dafür ist dieses Mal ein anderer: Die Saison beginnt so früh (wegen der dusseligen Idee EM und Olympia in einem Jahr zu machen), dass ich sehr früh in Form sein muss, um zu den Deutschen zu kommen. Das kommt mir nicht entgegen. Mit einer Hallensaison wäre es jedoch noch ungleich schwerer. Leider fällt der Qualifikationszeitraum für die Deutschen auch genau in meine Diplom-Bearbeitungsphase, für die ich erneut durch Deutschland reisen muss. Ich hoffe, beides vereinbaren zu können.

Das vorrangige Ziel ist die Qualifikation für die Deutschen – um dann dort neue Ziele festzulegen. Außerdem auf dem „Wunschzettel“ stehen eine Bestzeit über 800 Meter und eine gute Zeit über 400 Meter. Hoffentlich klappt es 2012 zudem, eine gute 3x 1000 Meter Vereinsstaffel zu laufen, im Optimalfall sogar bei den Deutschen.

Alle anderen Rennen werden wegen der neuen DM-Qualifikationsregeln leider dem Ziel Deutsche untergeordnet werden müssen. Bedeutet konkret: Eigentlich kann ich nicht taktisch auf eine Medaille bei den ADH oder den Hessischen laufen, weil ich jede Hundertstel-Sekunde brauche. Deshalb gibt es hierzu noch keine Ziele von mir. Darüber muss ich mir noch den Kopf zerbrechen.

Klar ist auf jeden Fall: Ich beende nächstes Jahr mein Studium und werde danach vielleicht umziehen (müssen). Dies bedeutet auch, ich muss mir spätestens im Sommer Gedanken darüber machen, wie es bei mir mit dem Sport weiter gehen soll. Es ist so, dass das tägliche Training einiges an Strapazen bedeutet. Gerade deshalb belastet es mich innerlich, wenn ich das Gefühl habe, dafür nichts zurück zu bekommen. Sollte ich 2012 die B-Norm erreichen, damit aber nicht zu den Deutschen dürfen, würde das meine künftige Ausrichtung sicher maßgeblich beeinflussen. Zumindest wenn der DLV auch 2013 weiter an seiner unsozialen, neuen Regel festhalten wird.

Neu mal klug

Published on: 01/10/2011
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Es ist mal wieder Zeit für einen neuen Eintrag hier. Denn es gibt Neuigkeiten. Damit meine ich nicht nur, dass ich seit ein paar Wochen ein anderes, weil neues, Auto fahre. Es ist übrigens rot, um diese Frage direkt zu beantworten. Nein es gibt auch aus anderen Bereichen Neuigkeiten.

Kommende Woche beginnt das neue Semester. Mein siebtes und letztes vor dem Diplom (wenn nichts ungeplantes dazwischen kommt). Auf dem Plan stehen unter anderen ein Projekt, in dem es um Spiele geht, ein Kurs in inDesign und viele Aspekte zum Kulturjournalismus. Das alte Semester ist nun auch endültig durch, nachdem unser Projekt neuerdings im Netz steht. Ihr könnt und solltet euch unter www.eurozoneostend.de durchklicken.

Für mein Diplom-Thema ab Februar brauche ich mir nichts mehr neu ausdenken, nur noch eingrenzen. Denn das Thema ist mit “Arbeitsabläufe in deutschen Onlineredaktionen” bereits zumindest grob umfasst. Aber bevor ihr es falsch versteht, die Arbeit wird natürlich ganz neu und nicht geplagiatet (oh, eine Wortneuschöpfung).

In eine neue Phase ist derweil mein Offener Brief an den DLV getreten. Der ist nämlich aus der Zeichnungsfrist heraus, über 500 haben mitgemacht. Der Brief wurde überreicht und nun hoffe ich auf eine positive Wirkung. Mehr dazu lest ihr am besten auf meinem Blog. Ein paar Zeitungen haben ebenfalls berichtet, ein paar wollen es noch. Und vielleicht kommt auch irgendwann auf leichtathletik.de mal etwas dazu… Oder auch nicht.

Ich melde mich dann demnächst wieder neu hier. Wenn ich auf die alte Saison zurückblicke (Saisonfazit) und vielleicht erste Pläne für die neue bekannt geben kann. Aber so ganz trau ich mich da noch nicht heran, denn dann muss ich daran denken, was sonst noch alles neu sein wird 2012, wenn ich mein Studium beenden werde…

Versöhnlicher Saisonabschluss in Forst

Published on: 21/08/2011
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Heute hieß es zum letzten Mal 800 Meter in dieser Saison: Süddeutsche Meisterschaften in Forst bei Bruchsal. Am Start waren auch eine Reihe von weiteren guten Läufern, so dass mir direkt klar war, dass es ein enges und starkes Rennen werden würde. Im ersten Zeitendlauf lief Niklas Zender bereits eine 1:52,45min von vorne weg (im gleichen Rennen kam mein Trainingskollege Oliver auf 1:55,10min). Somit war die Marschrichtung klar: Es durfte nicht gebummelt werden.

Das war mir recht, denn Bummelrennen mit viel Gerangel hatte ich dieses Jahr nun wirklich genug. Mein Ziel war es vielmehr den (man erlaube mir einmal die Ausdrucksweise) “ganzen Scheiß nicht mitzumachen” und von vorne zu laufen. Überraschend einfach fiel es mir, dies zu verwirklichen. Die erste Runde gestaltete ich komplett von vorne. Im Verlauf der dritten Kurve kamen drei Läufer an mir vorbei (den Dritten habe ich leider zu spät bemerkt), dann konnte ich das Loch (was gar keines war) auch schließen. Auf der Geraden konnte ich problemlos dem erhöhten Tempo folgen. 200m vor Schluss war ich wieder an Position drei, neben dem Läufer an Rang zwei.

Auf der Zeilgerade konnte ich dann jedoch leider nicht mehr allen etwas entgegen setzten. In der Endabrechnung kam ich auf Platz 7 beider Läufe – Rang 6. in der Wertung der Süddeutschen – und in 1:53,56min ins Ziel. Das ist in Ordnung.

Nächstes Jahr soll natürlich alles wieder schneller werden. Und das wird schon klappen… Bis dahin steht nun erst mal etwas Pause an und dann geht die Saisonvorbereitung auch schon los. Vielleicht laufe ich noch ein Rennen über 1000m oder 3000m. Wir werden es sehen.

Offener Brief an den DLV

Published on: 06/08/2011
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Nachdem ich bei den Deutschen Meisterschaften in Kassel war, wuchs in mir der Entschluss, “die Klappe aufzumachen”. Bereits im letzten Jahr ging mir Einiges bei den Meisterschaften auf die Nerven. So wurden schon dort beispielsweise nur die Favoriten namentlich vorgestellt (bei den Läufen), dafür aber zich Mal von Nike-Produkten gesprochen. In Kassel war es ähnlich. Hinzu kommt, dass ab kommenden Jahr die Qualifikations-Regularien geändert werden sollen. Ziel: Eine straffere Veranstaltung. Ich habe den Eindruck, die Deutschen Meisterschaften werden zunehmend athletenunfreundlicher. Ich sprach mit einer Reihe von Athleten, die mir durch die Bank zustimmten. Daher habe ich einen Offenen Brief verfasst. Dieser ist seit Kurzen online und kann mitgezeichnet werden. Ich würde mich freuen, wenn dies möglichst viele täten.

Hier die Links zur Thematik. Bei Fragen oder Anmerkungen könnt ihr mich gerne kontaktieren.

Trainingslauf beim Abendsportfest

Published on: 04/08/2011
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Gestern bin ich beim heimischen Abendsportfest über die 400 Meter angetreten. Eine Topzeit kam nicht dabei rum, aber immerhin reichten die 49,61 Sekunden wieder zu Sieg. Ich hab die letzten Tage recht viel trainiert im Hinblick auf die Süddeutschen am 21.08. so dass vor allem hinten raus doch noch etwas Pfeffer fehlte. Somit wird es dieses Jahr wohl keine schnelle 400 Meter-Zeit von mir geben. Das ist eigentlich schade, aber nicht weiter weltbewegend. Eher unzufrieden stellend ist, dass über die 800 Meter bislang nichts zählbares (ADH, Hessische, DM) rausgesprungen ist. Und das soll sich bei den Süddeutschen doch bitte noch ändern.

200 Meter zu weit

Published on: 01/08/2011
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Gestern standen 1000 Meter auf dem Programm. Eine seltsame Distanz, hat irgendwie mehr von Schüler-Zeiten und Schulsport. Und es fühlt sich auch irgendwie ganz anders an, als die 800 Meter. Aber genug der Gefühle. Die Fakten: 1. in 2:31,74 Minuten. Gelaufen bin ich beim Jubiläums Sportfest der TSG Wehrheim. Eigentlich sollte es schneller werden. Gerne wäre ich eine Zeit möglichst weit unter 2:30 gelaufen, um damit in die deutsche Bestenliste einzuziehen. Aber nachdem es bereits über die ersten 400 Meter dafür zu langsam wurde, lief ich das Rennen kontrolliert von vorne weg. Das klappte auch soweit ganz gut.

400m beim Abendsportfest

Published on: 06/07/2011
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Eben bin ich beim Abendsportfest hier in Pfungstadt die 400 Meter gelaufen. Ich gewann in 49,27 Sekunden. Angesichts des Wettkampfprogramms der vergangenen Tage, der Uhrzeit (halb 9 Abends) und der Tatsache, dass ich nach 200 Meter schon alleine vorne im Feld war, kann ich mit der Zeit gut leben. Nun heißt es Vorbereitung auf den neu justierten Saisonhöhepunkt – die Süddeutschen. Sicher werde ich vorher noch Wettkämpfe machen. Wo und wann entscheiden wir die nächsten Tage.

Saisonbestzeit in Mannheim

Published on: 02/07/2011
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Wie schon am Mittwoch hat es mit der DM-Norm nicht geklappt. Dies bedeutet: Dieses Jahr keine Deutschen für mich. Dennoch kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken: In 1:52,12 Minuten habe ich heute in Mannheim erneut eine Saisonbestzeit aufgestellt. Die Zeit ist die zweitbeste meiner 800m-Karriere, nur als ich letztes Jahr die Norm lief, war ich schneller.  Heute fehlten gerade einmal 32 Hundertstel. Alles in allem ein gutes Rennen. Mein Zeil war es zwar, diese Saison einen Schritt nach vorn zu machen im Vergleich zur vergangenen, aber zu Ende ist die Saison ja noch nicht. Es stehen noch einige Wettkämpfe an, inklusive der Süddeutschen. Vielleicht kann ich – wenn auch zu spät – die DM-Norm noch laufen. Eine Bilanz wird dann frühstens im September gezogen.

Schrödingers Katze lief 800m – in 1:52,81

Published on: 30/06/2011
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Gestern lief ich in Trebur 800m beim Abendsportfest. Wie zu erwarten, war das Feld dort nicht so stark wie zuletzt in Darmstadt oder Regensburg. Dies gab mir die Möglichkeit ohne Taktieren einfach laufen zu können. Mein Traininsgkollege Oliver, der zuletzt am Wochenende mit 2 Hessenmeister-Titeln seine Klasse bewies, machte mir auf den ersten 500m Tempo und traf dabei genau die Vorgaben. Danach war ich auf mich gestellt und fühlte mich auch gut. Ich dachte, es klappt mit der deutschen Quali. Doch das war leider nicht der Fall. In 1:52,81 Minuten fehlt mir ziemlich genau eine Sekunde. Am Samstag laufe ich beim Vorprogramm in Mannheim und habe dort noch eine Chance, die Norm zu laufen, bevor Meldeschluss ist.

Trotzdem komme ich zunehmend zu einer positiveren Bewertung der Saison. Ein paar Mal hatte ich Pech. Gestern hat es nicht gereicht, aber die Zeit ist trotzdem die zweitbeste, die ich jemals lief. Natürlich habe ich das Ziel, die DM-Quali jedes Jahr zu laufen. Aber das Eichhörnchen ernährt sich bekanntlich geduldig. Oder eben die Katze. Was es mit der auf sich hat, könnt ihr ja mal googlen, falls ihr es noch nicht wisst. Damit sagen will ich nur – und das habe ich mir gestern, wo ich doch etwas nervös war – vor Augen geführt: Das ganze rumdenken, bringt nichts. Ob die Katze lebt oder nicht, weiß man erst, wenn man die Box öffnet, sprich läuft. Am Samstag sehen wir, wie es der nächsten Katze geht.

PS: Danke noch einmal an Oliver!

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