Kurzer Gedanke zur gekürzten Förderung für die Nannenschüler

Bezieht sich hierauf: Sparkurs an der Henri-Nannenschule: Haus der Hinhalte

Ich tue mich gerade etwas schwer.
Einerseits: Ja, es ist eine Frechheit, den Schülern* an der Nannenschule nur noch 400 Euro zu zahlen, zumal es betriebswirtschaftlich wenig Sinn macht, da dieser Kostenpunkt im Vergleich zu anderen kaum ins Gewicht fällt.
Andererseits: Wir haben am Mediencampus (Hochschule Darmstadt) für eine inhaltlich vergleichbare Ausbildung kein Geld bekommen. Im Gegenteil: Wir haben sogar noch gegen Studiengebühren gekämpft. Unsere Ausbildung ist inhaltlich oft nicht schlechter, gerade im technischen Bereich. Nur Renommee und Vitamin B fallen geringer aus – und damit die Jobaussichten.

Mich solidarisch zu zeigen fällt mir daher nicht leicht

Wenn also gegen „Sparen am Nachwuchs“ protestiert wird, ist das eigentlich vollkommen richtig. Dass wir in der Ausbildung aber eine massive 2-Klassen-Gesellschaft haben und Jobs viel über Vitamin B vergeben werden, sollte dabei jedoch nicht außer acht gelassen werden. Es ist verdammt nochmal nicht so, das nur die DJS, Springer und die Nannenschule den Nachwuchs hervorbringen. Förderung von Journalismus und vor allem von jungen Journalisten (damit Talente nicht früh frustriert in andere Branchen wechseln), muss daher auf einer größeren Skala gedacht werden.

* hatte erst „Volos“ geschrieben

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